Pfarrstellenplanung

Nähe zu den Menschen und Zeit für neue Projekte – Pfarrstellenbesetzung in Sargenroth-Mengerschied und Simmern

Liebe Gemeindemitglieder!

In den vergangenen Monaten hat eine Arbeitsgruppe unter meiner Moderation Überlegungen zur Pfarrstellensituation in Ihrer Gemeinde und im gesamten Kooperationsraum Simmern-Rheinböllen angestellt. Kreissynodalvorstand und Kreissynode haben sich dem Votum dieser Gruppe angeschlossen, sodass ich Ihnen heute etwas detailliertere Informationen über die Nachfolgeregelungen zur Stelle von Pfarrer Gottfried Heß geben kann.

 

Die erste gute Nachricht ist: Die Stelle wird wieder besetzt werden. Darüber hinaus ist positiv zu vermelden, dass diese Stelle viel Raum für Seelsorge und den Kontakt zu Ihnen bekommen soll. Es handelt sich nämlich um eine Pfarrstelle neuen Zuschnitts:

 

Die Pfarrstelle wird von Gremien- und Verwaltungstätigkeiten entlastet werden. Anstellungsträger soll der Kirchenkreis werden, weshalb der neue Pfarrer/die neue Pfarrerin z.B. keinen Presbyteriumsvorsitz wahrnimmt und auch auf Gemeindeebene keine Ausschusstätigkeit vorgesehen ist. Ich danke jetzt schon allen Ehrenamtlichen, den Presbyterien in Sargenroth-Mengerschied und Simmern sowie den zukünftigen Amtsgeschwistern, die hier manches auffangen werden!

 

Zeit für Gespräche, Kontakt zu Familien und in die Ortsgemeinden, Raum für Gottesdienste – das ist Kern pfarramtlicher Tätigkeit und soll im Rahmen des Dienstes in Ihrer Gemeinde auch wirklich Platz finden!

Darüber hinaus soll der neue Pfarrer/die neue Pfarrerin mit einem kleineren Stellenanteil im sog. „Kooperationsraum“ (dazu gehören die Gemeinden Neuerkirch-Biebern-Alterkülz, Rheinböllen und Dichtelbach, Sargenroth-Mengerschied, Simmern, Soonblick und

Trinitatis) Projekte in der Arbeit mit jungen Menschen organisieren, sodass diese Zielgruppe stärker in den Blick rückt.

 

Ich habe die große Hoffnung, dass der neue Pfarrer/die neue Pfarrerin damit den Weg in eine auf Zukunft ausgerichtete Kirche ebnet: Aufgabe von Pfarrerinnen und Pfarrern ist es, Menschen in ihrem Glauben und ihrem Leben zu begleiten. Sie bringen mit ihrer theologischen und praktischen Ausbildung die Fähigkeit mit, den Glauben an den dreieinigen Gott ins Gespräch zu bringen. Darauf müssen sie sich konzentrieren und ihre Kreativität dafür aufwenden können. Die Möglichkeiten dazu haben wir mit dem neuen Pfarrstellenmodell ausgebaut und verstärkt. Ich danke allen, die diesen Prozess unterstützen!

 

Zum Abschluss möchte ich noch kurz ein paar Worte dazu verlieren, wie es nun weitergeht: Da es sich bei diesem Pfarrstellenmodell um eine Innovation handelt, die so in der Ordnung unserer Kirche nicht vorgesehen ist, müssen nun noch ein paar rechtliche Rahmenbedingungen geschaffen werden. Wir gehen davon aus, dass die Stellenausschreibung im Sommer erfolgen wird. Doch keine Sorge: Bis zur endgültigen Besetzung soll die Stelle durch eine „Pfarrstelle mit besonderem Auftrag“ vertreten werden. Es zeichnet sich also ab, dass die Betreuung Ihrer Gemeinde ohne längere Vakanzzeiten gewährleistet ist.

 

Mit herzlichen Grüßen

und Segenswünschen

Ihr Markus Risch,

Superintendent des Kirchenkreises Simmern-Trarbach

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