Hausgottesdienst Oktober 2021

Musik und zu diesem Gottesdienst von Joachim Schreiber und die Hausgottesdienste zum Ausdrucken finden Sie hier:

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Haus-Gottesdienst im Oktober 2021

(Pfarrerin Jessica Brückner)

 

Kerze anzünden, Vorspiel

 

Einstimmung: Im Oktober ist es soweit: Erntedank. Hier und jetzt nehmen wir uns Zeit. Zum Ernten, Danken, Feiern. Wir sind da, und Gott ist da. Wir feiern in seinem Namen: Im Namen Gottes, des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.

 

Lied: 1. Du bist da, wo Menschen leben, du bist da, wo Leben ist; du bist da, wo Menschen leben, du bist da, wo Leben ist.
2. Du bist da, wo Menschen hoffen, du bist da, wo Hoffnung ist; du bist da, wo Menschen hoffen, du bist da, wo Hoffnung ist.
3. Du bist da, wo Menschen lieben, du bist da, wo Liebe ist; du bist da, wo Menschen lieben, du bist da, wo Liebe ist.

 

Gebet: Gott, wir denken vor Dir an das, was wir gesät haben. Mit unseren Ideen, unseren Talenten und Gaben, unseren Initiativen und Träumen. Einiges davon ist aufgegangen. Wir haben es wachsen sehen und konnten Früchte ernten. Davon zehren wir. Dafür sagen wir dir Danke. Anderes ist nicht aufgegangen. Wir wissen nicht, warum. Wir danken Dir auch dafür und vertrauen Dir, dass es Sinn hat. Mit allem kommen wir zu Dir, Gott. Segne es. Segne uns, damit wir ein Segen sein können. Amen.

 

Lesung Markus 8,1-9: Zu der Zeit, als wieder eine große Menge da war und sie nichts zu essen hatten, rief Jesus die Jünger zu sich und sprach zu ihnen: Mich jammert das Volk, denn sie harren nun schon drei Tage bei mir aus und haben nichts zu essen. Und wenn ich sie hungrig heimgehen ließe, würden sie auf dem Wege verschmachten; denn einige sind von ferne gekommen. Seine Jünger antworteten ihm: Woher nehmen wir Brot hier in der Einöde, dass wir sie sättigen? Und er fragte sie: Wie viele Brote habt ihr? Sie sprachen: Sieben. Und er gebot dem Volk, sich auf die Erde zu lagern. Und er nahm die sieben Brote, dankte, brach sie und gab sie seinen Jüngern, dass sie sie austeilten, und sie teilten sie unter das Volk aus. Sie hatten auch einige Fische; und er sprach den Segen darüber und ließ auch diese austeilen. 8Und sie aßen und wurden satt. Und sie sammelten die übrigen Brocken auf, sieben Körbe voll. Es waren aber etwa viertausend; und er ließ sie gehen.

 

Verkündigungsimpuls: Wir kennen die Geschichte sonst ein bisschen anders. Als die „Speisung der fünftausend“. Markus muss Gründe gehabt haben, diese Geschichte zweimal aufzuschreiben. Hier sind es viertausend, nicht fünftausend Menschen. Nicht fünf Brote und zwei Fische, sondern sieben Brote, und ein paar Fische. Es ist eine behutsame Erntedank-Geschichte. Jesus nicht so sehr der Herr, der bestimmt – das kann natürlich auch. Er schaut zuerst auf die Menschen.
„Wenn ich sie hungrig heimgehen ließe, würden sie auf dem Wege verschmachten; denn einige sind von ferne gekommen.“ Jesus schaut nach Dir. Er sieht Dich. Er fragt nicht: »Was hast Du vorzuweisen? Bist Du genug? Du musst aber noch …« Er sieht: Du hast Hunger. Lebenshunger. Du könntest sonst verschmachten. Er weiß, was für einen langen Weg Du schon gegangen bist. Jesus sieht was Du brauchst. Und dann gibt er. Einfach so. Sei’s Brot und Fisch oder sei’s ein Wort und eine Kraft. Ein Trost oder ein Segen – oder ein Wink für den nächsten Weg: Jesus wird Dich nicht leer gehen lassen. Niemals. Er schaut die Viertausend an. Und er denkt nicht: »Ich!« Sondern: »Du«. Und »Du«. Und »Du«. Und er gibt ihnen, was sie brauchen. Behutsam, weil er sie angeschaut hat.
„Und sie aßen und wurden satt. Und sie sammelten die übrigen Brocken auf, sieben Körbe voll. Es waren aber etwa viertausend; und er ließ sie gehen.“ Am Ende lässt Jesus sie gehen. Auch einfach so. Er sagt nicht: »Ok, ich hab’ Euch satt gemacht, jetzt macht aber mal, was ich will«. Er lässt sie gehen. Ganz frei ins Leben. So macht das Jesus: Schauen, was wir brauchen. Geben. Uns gehen lassen, in die Freiheit. Tut es ihm gleich. Schaut und gebt und lasst frei. Seid behutsam miteinander. Und macht mit eurer Freiheit etwas Gutes. Amen.

 

Lied eg 508:

1. Wir pflügen und wir streuen den Samen auf das Land, / doch Wachstum und Gedeihen steht in des Himmels Hand: / Der tut mit leisem Wehen sich mild und heimlich auf / und träuft, wenn heim wir gehen, Wuchs und Gedeihen drauf.

Kehrvers: Alle gute Gabe kommt her von Gott dem Herrn, / drum dankt ihm, dankt, drum dankt ihm, dankt und hofft auf ihn!

  1. Er sendet Tau und Regen und Sonn- und Mondenschein, / er wickelt seinen Segen gar zart und künstlich ein / und bringt ihn dann behände in unser Feld und Brot: / Es geht durch unsre Hände, kommt aber her von Gott.
  2. Was nah ist und was ferne, von Gott kommt alles her, / der Strohhalm und die Sterne, der Sperling und das Meer. / Von ihm sind Büsch und Blätter und Korn und Obst von ihm, / das schöne Frühlingswetter und Schnee und Ungestüm.

 

Anleitung zum Gebet: Es gibt Gründe, dankbar zu sein. Für Saat, die aufgegangen ist, für Früchte, die wir ernten durften. Und Gründe, zu bitten. Für das, was wir nicht wachsen sehen, für das, was verloren gegangen ist, für das, auf das wir hoffen. Nimm Dir Zettel und Stift und schreibe Deinen Dank und Deine Bitten auf. Als Erinnerung, als Gebetsanliegen.

Wenn Du bereit bist, dann sag es Gott, laut oder in der Stille:
Gott, ich danke Dir für …
Gott, ich bitte Dich …

 

Lied (aus Taizé): Meine Hoffnung und meine Freude / meine Stärke, mein Licht: / Christus, meine Zuversicht, / auf dich vertrau ich und fürcht mich nicht, / auf dich vertrau ich und fürcht mich nicht.

 

Vater unser

 

Für den Segen die Hände öffnen und laut sprechen: Gott segne uns und behüte uns. Gott lasse sein Angesicht leuchten über uns und sei uns gnädig. Gott erhebe sein Angesicht auf uns und gebe uns Frieden. Amen

Nachspiel, Kerze löschen

 

Online-Kollekte: https://www.kd-onlinespende.de/organisation/ev-kirche-im-rheinland/display/frame.html

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