Hausgottesdienst August 2021

 

Hausgottesdienst Evangelischer Gemeindeverbund Simmern

Matthäus 7,24-27   - 9. Sonntag nach Trinitatis - Pfarrerin Heike Perras

 

Die aktuellen Hausgottesdienste als PDF-Datei zum Ausdrucken, (und auch die Hausgottesdienste, Musik der vorherigen Wochenenden) finden Sie hier:

https://redstorage.ekir.de/d/4042646506104758bed3/

 

Lied: eg (Ev. Gesangbuch) 503,1.13.14  Geh aus, mein Herz und suche Freud

1.Geh aus, mein Herz, und suche Freud

in dieser lieben Sommerzeit an deines Gottes Gaben;

schau an der schönen Gärten Zier und siehe, wie sie mir und dir

sich ausgeschmücket haben, sich ausgeschmücket haben.

 

13.Hilf mir und segne meinen Geist
mit Segen, der vom Himmel fleußt, dass ich dir stetig blühe;

gib, dass der Sommer deiner Gnad in meiner Seele früh und spat

viel Glaubensfrüchte ziehe, viel Glaubensfrüchte ziehe.

 

14.Mach in mir deinem Geiste Raum,
dass ich dir werd ein guter Baum, und lass mich Wurzel treiben.

Verleihe, dass zu deinem Ruhm ich deines Gartens schöne Blum

und Pflanze möge bleiben, und Pflanze möge bleiben.

 

Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes! Amen! Unsere Hilfe steht im Namen des Herrn, der Himmel und Erde gemacht hat. Amen.  Wochenspruch: Denen viel gegeben wurde, von denen wird entsprechend viel gefordert. Und denen viel anvertraut ist, von denen wird umso mehr verlangt. Lukas 12, 48

 

Psalm 63 (eg 729)

Gott, du bist mein Gott, den ich suche. Es dürstet meine Seele nach dir, mein ganzer Mensch verlangt nach dir aus trockenem, dürrem Land, wo kein Wasser ist. So schaue ich aus nach dir in deinem Heiligtum,

wollte gerne sehen deine Macht und Herrlichkeit.

Denn deine Güte ist besser als Leben; meine Lippen preisen dich.

So will ich dich loben mein Leben lang und meine Hände in deinem Namen aufheben. Das ist meines Herzens Freude und Wonne,

wenn ich dich mit fröhlichem Munde loben kann;

wenn ich mich zu Bette lege, so denke ich an dich,

wenn ich wach liege, sinne ich über dich nach.

Denn du bist mein Helfer, und unter dem Schatten deiner Flügel frohlocke ich. Meine Seele hängt an dir; deine rechte Hand hält mich.

 

Gebet

Guter Gott, wir sind hier, weil wir uns einlassen wollen auf das Wagnis des Glaubens.  Bau uns Brücken, Gott, damit wir dir nahekommen!

Rufe uns, damit wir dir folgen können!

Geleite uns, damit wir die richtigen Wege finden!

Sei bei uns mit deinem guten Geist! Wir wollen dir vertrauen.

Amen.

 

Lesung Matthäus 5,13-16

Jesus sprach: Ihr seid das Salz der Erde. Wenn nun das Salz nicht mehr salzt, womit soll man salzen? Es ist zu nichts mehr nütze, als dass man es wegschüttet und lässt es von den Leuten zertreten. 14 Ihr seid das Licht der Welt. Es kann die Stadt, die auf einem Berge liegt, nicht verborgen sein. 15 Man zündet auch nicht ein Licht an und setzt es unter einen Scheffel, sondern auf einen Leuchter; so leuchtet es allen, die im Hause sind. 16 So lasst euer Licht leuchten vor den Leuten, damit sie eure guten Werke sehen und euren Vater im Himmel preisen.

 

Glaubensbekenntnis

 

Lied: eg 432  Gott gab uns Atem, damit wir leben

1.Gott gab uns Atem, damit wir leben.

Er gab uns Augen, dass wir uns sehn.

Gott hat uns diese Erde gegeben, dass wir auf ihr die Zeit bestehn.

Gott hat uns diese Erde gegeben, dass wir auf ihr die Zeit bestehn.

 

2.Gott gab uns Ohren, damit wir hören.

Er gab uns Worte, dass wir verstehn.

Gott will nicht diese Erde zerstören. Er schuf sie gut, er schuf sie schön.

Gott will nicht diese Erde zerstören. Er schuf sie gut, er schuf sie schön.

 

3.Gott gab uns Hände, damit wir handeln.

Er gab uns Füße, dass wir fest stehn.

Gott will mit uns die Erde verwandeln. Wir können neu ins Leben gehn.

Gott will mit uns die Erde verwandeln. Wir können neu ins Leben gehn.

 

Predigt:
Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserem Vater und unserem Herrn und Bruder Jesus Christus! Amen.

Ich lese den Predigttext aus dem Matthäusevangelium 7,24-27:

(Jesus spricht:) 24Alle, die nun meine Worte hören und entsprechend handeln, werden einer klugen Frau, einem vernünftigen Mann ähnlich sein, die ihr Haus auf Felsen bauten. 25Und Regen fällt herab, es kommen reißende Flüsse, Stürme wehen und überfallen dieses Haus – und es stürzt nicht ein! Denn es ist auf Felsen gegründet. 26Alle, die nun meine Worte hören und sie nicht befolgen, werden einer unvernünftigen Frau, einem dummen Mann ähnlich sein, die ihr Haus auf Sand bauten. 27Und Regen fällt herab, es kommen reißende Flüsse, Stürme wehen und prallen an dieses Haus – da stürzt es in einem gewaltigen Zusammenbruch ein!

Liebe Gemeinde!

Das Haus, das auf Sand gebaut ist, stürzt ein, wenn der reißende Fluss kommt- wenn ich diesen Predigttext höre, dann denke ich natürlich sofort an die Überschwemmungskatastrophe in der Eifel und in den angrenzenden Gebieten. Da sind auch gut gebaute Häuser mit einem festen Fundament eingestürzt oder zumindest unbrauchbar geworden. Dass diese Wassermassen an genau dieser Stelle mit dieser bisher absolut unbekannten Wucht kommen würden, damit hat niemand wirklich gerechnet - natürlich hätte früher evakuiert werden müssen - aber wo Menschen sind, geschehen Fehler und man kann nun nur hoffen, dass es bei zukünftigen Ereignissen dieser Art besser läuft. 
Es tut mir sehr leid, was da geschehen ist, dass so viele Menschen sterben mussten und noch viel mehr ihre Existenz und ihren Besitz verloren haben. Bei aller Trauer und aller Fassungslosigkeit hat uns diese Katastrophe aber durchaus etwas zu sagen - und sie ha tauch mit Vernunft und Klugheit zu tun.
Denn dass so etwas geschehen konnte, hängt ja mit fehlender Vernunft und Klugheit zusammen - das Verhalten der Menschen, Flüsse zu begradigen, immer mehr Boden zu versiegeln und die Atmosphäre immer weiter zu erwärmen, zeugt nicht von Vernunft und Klugheit. Und da sind wir alle mit dabei - mit unserem verschwenderischen, egoistischen und kurzsichtigen Lebensstil zerstören wir unsere Zukunft und vor allem die unserer Kinder - allerdings ohne es böse zu meinen oder das zu beabsichtigen. Nein, wir wollen das eigentlich nicht, aber wir sind gefangen in der Spirale des Wohlstands, in unseren Selbstverständlichkeiten und egoistischen Wünschen - wir sind da hineingetrudelt und hineingewachsen und finden nicht mehr heraus. Corona hat daran nichts geändert. Vor drei Tagen, am Donnerstag, hatten wir wieder schon nach weniger als sieben Monaten die erneuerbaren Ressourcen der Erde für dieses Jahr verbraucht - bis zum Ende des Jahres geht alles, was wir verbrauchen, an die Substanz. Weltüberlastungstag nennt man das.

Jesus hat an diese Problematik wohl eher nicht gedacht, als er auf dem Berg stand und seine Predigt hielt. Der Predigttext von dem Haus, das auf den Felsen gebaut wird, ist der Abschluss der Bergpredigt. Das Beispiel mit dem Haus soll die Bedeutung dessen, was Jesus vorher gesagt hat, unterstreichen.  „Alle, die nun meine Worte -also die Worte der Bergpredigt-  hören und entsprechend handeln…die haben ein festes Fundament für ihr Leben.“

Aber worum geht es in der Bergpredigt? Ist sie immer noch aktuell - wo wir doch ganz andere Sorgen und Probleme haben als die Menschen vor 2000 Jahren? Ich schaue mir die Bergpredigt an. Ich halte mich nicht an einzelnen Sätzen auf, die unrealistisch, übertrieben und wirklichkeitsfremd erscheinen. Ich versuche den roten Faden zu erkennen. Und es geschieht wieder einmal:  Jesu Worte treffen mich ins Herz. Ich sehe die Linie, die da gewoben wird von Thema zu Thema, denn so unterschiedlich die Themen und Beispiele auch sind - der rote Faden ist der Verzicht, die Barmherzigkeit, die Versöhnung, die Bescheidenheit. Es geht um Versöhnung und um den Verzicht aufs Rechthaben, um Barmherzigkeit und Bescheidenheit, dass man nicht groß tut vor anderen Menschen,  und auch um den Verzicht auf das Durchsetzen egoistischer Wünsche zulasten anderer und um den Verzicht auf Konsum. Es geht um ein einfaches, freundliches Leben, um Achtsamkeit und Respekt, da spüre ich den Traum, dass Menschen friedlich, respektvoll und achtsam miteinander umgehen. Da wird der Gier und dem Habenwollen und der Sorge und dem Sicherheitsdenken eine Abfuhr erteilt. Lebe mit wenig im Hier und Jetzt, befreie dich von Ballast und nutze den Freiraum für ein besseres Zusammenleben mit den Mitmenschen. Und ich bin wieder einmal total fasziniert. Es klingt so gut und sympathisch. Einfach leben, andere achten, sich nicht vordrängeln und lieber nachgeben, als die eigenen Rechte einzufordern. Freundlich, versöhnungsbereit und liebevoll sein. Voller Vertrauen leben und nicht alles bis ins Letzte kontrollieren wollen.-

Aber dann frage ich mich- wie soll das funktionieren in einer Welt der Ellenbogen? Soll ich immer nur einstecken und nachgeben, nicht für meine Interessen kämpfen? Ja, und was wird aus der Erde, wenn ich still für mich verzichte und der größere Teil der Menschheit macht einfach weiter wie bisher? Dann bringt doch mein Engagement nichts!

Es ist ein Dilemma, das bei vielen eigentlich engagierten und gutwilligen Menschen zur Resignation führt. Wenn die anderen nichts tun, dann hat mein Engagement auch keinen Zweck. Also tu ich auch nichts. Und gleichzeitig sind ja eben auch die eigenen Wünsche da und die Selbstverständlichkeiten und die ganze Spirale unseres Schneller-Höher-Weiter-Lebens. Ich kenne das ja auch von mir - zwar interessiert mich weder der Besitz eines Eigenheims noch ein größeres Auto, ich würde am liebsten ganz auf ein Auto verzichten und neue Klamotten kaufen hat mir auch noch nie Spaß gemacht - aber wenn ich viel arbeite, will ich auch tolle Urlaube machen, und da bin ich dann auch nicht wirklich zum Verzicht bereit.

Erst Faszination. Dann Resignation und Ernüchterung. Was mache ich also mit diesem Text und was mache ich mit der Bergpredigt und ihrem Anspruch an mein Leben? Wie kann ich Salz der Erde und Licht der Welt sei? Und wie soll das alles weitergehen mit dieser Erde, mit meinem persönlichen Leben, mit unserer Kirche?

Und ich schaue noch einmal in die Bergpredigt und ich bleibe beim Abschnitt über die Sorge hängen. Sorgt nicht um euer Leben.

Und plötzlich schöpfe ich Hoffnung, neuen Mut, bin ich wieder zuversichtlich. Sorge dich nicht. Versuch, das zu tun, was du schaffst. Lebe bewusst und bescheiden und voller Respekt und Achtung für deine Mitmenschen. Aber mach dir nicht ständig Sorgen und mach dir nicht ständig Vorwürfe. Versuch einfach zu vertrauen. Auf deine Mitmenschen. Und auf Gott.

Die liebende Energie Gottes kann uns umfangen und uns gut tun. Und all das, was da in der Bergpredigt steht, kann uns helfen, besser zu leben. Gerade der Verzicht kann so vieles bewirken. Der Konflikt, in dem ich auf meinem Recht bestehe, quält mich doch meistens mehr, als wenn ich mich versöhnt hätte. Wenn ich weniger Dinge habe, muss ich weniger aufräumen - eine kleinere Wohnung macht weniger Arbeit… Wenn ich nicht groß tue und angebe, finde ich bessere Freunde und habe zwischenmenschliche Beziehungen, auf die ich mich verlassen kann. Und irgendwie gibt es eine Lösung, auch wenn ich nicht für alle Eventualitäten vorgesorgt habe. Mit Vertrauen lebe ich besser als mit ständiger Kontrolle. Verzicht kann auf vielen Ebenen mein Leben reicher machen und gerade nicht ärmer.

Bloß - immer und mit allem schaffe ich das nicht. Aber auch da gilt: Sorge dich nicht. Sorge dich nicht, ob du allen ethischen Ansprüchen genügen kannst.
Du bist ein Mensch und du wirst es nicht immer schaffen, zu vertrauen und vertrauensvoll zu leben, zu verzichten, wo es gut wäre, dich zu versöhnen, wo andere sich nach deinem Entgegenkommen sehnen - und dennoch bist du von Gottes Liebe umgeben. Mit all deinen Zweifeln und Unzulänglichkeiten. Das kann ich mir immer wieder sagen und immer wieder diese liebevolle

Lebensenergie spüren, immer wieder Gott spüren, immer wieder die Sorge

sein lassen.
Und dann kann ich auch auf dieses Fundament bauen. Auf das Fundament der Bergpredigt und auf das Fundament der Liebe Gottes. Und mit diesem Fundament kann ich auch in den Stürmen und Herausforderungen, die im Leben ganz bestimmt noch auf mich zukommen werden, bestehen. Ja, es wird weitere Überschwemmungen und Dürren geben auf dieser Erde. Immer wieder Katastrophen und immer wieder Leid. Wahrscheinlich auch weitere Pandemien. Mehr als wir uns das jetzt vorstellen können.
Aber wir werden bestehen mit dem Fundament der Liebe und des Vertrauens. Wir können unseren Teil tun - und wir werden getragen von der liebevollen Lebensenergie Gottes. Alle eure Sorge werft auf ihn, denn er sorgt für euch. Amen.
 Und der Friede Gottes, der höher ist als unsere Vernunft, bewahre eure Herzen und Sinne in Jesus Christus! Amen.

 

Lied: eg 665 (Liebe ist nicht nur ein Wort)

1.Liebe ist nicht nur ein Wort. Liebe, das sind Worte und Taten.

Als Zeichen der Liebe ist Jesus geboren, als Zeichen der Liebe für diese Welt.

2.Freiheit ist nicht nur ein Wort, Freiheit, das sind Worte und Taten.

Als Zeichen der Freiheit ist Jesus gestorben,
als Zeichen der Freiheit für diese Welt.

3.Hoffnung ist nicht nur ein Wort, Hoffnung, das sind Worte und Taten.

Als Zeichen der Hoffnung ist Jesus lebendig,

als Zeichen der Hoffnung für diese Welt.

 

Kollekte: Für die Hochwasser-Hilfe spenden
Die Evangelische Kirche im Rheinland und die Diakonie RWL haben ein Spendenkonto eingerichtet, um Betroffenen der Unwetter-Katastrophe zu helfen. Präses Thorsten Latzel ruft auf: “Beten Sie für die Menschen, die im Augenblick so schrecklich leiden müssen. Spenden Sie. Und helfen Sie als Nachbarinnen und Nachbarn, wo immer Sie es im Augenblick können.”
Empfänger: Diakonisches Werk Rheinland-Westfalen-Lippe e.V. – Diakonie RWL     IBAN: DE79 3506 0190 1014 1550 20    BIC: GENODED1DKD

 

Fürbitten:

Gott, Quelle allen Lebens,
wir danken dir, dass du uns geschaffen hast.

Jeder und jedem hast du kostbare Eigenschaften und Talente geschenkt.

Hilf uns, dass wir sie erkennen, fördern und für uns und andere einsetzen.

Wir danken dir, dass du uns Würde und Ansehen gegeben hast.

Lass uns - gleich, wer uns gegenübersteht – immer daran denken,

dass diese deine Hochschätzung allen Menschen gilt.

 

Gott, Lebensbegleiterin und Trösterin,
 wir bitten dich für unsere Kinder.

Lass uns nicht müde werden, ihnen von dir zu erzählen.

Lass uns gute Wegbereiterinnen und treue Begleiter sein.

Lass uns alles dafür tun, dass sie zu selbstbewussten und selbstbestimmten Menschen heranwachsen können.

 

Gott, du bist die Barmherzigkeit,
wir bitten dich für die alten Menschen, die auf Hilfe angewiesen sind.

Lass sie nie den Respekt vermissen müssen, der ihnen gebührt.

Lass uns aufmerksam und fürsorglich schauen,

was sie wirklich brauchen und was ihnen zum Leben hilft.


Gott, Schöpfer der Welt,
wir bitten dich für die Tiere,

nicht nur für unsere geliebten Haustiere,
sondern besonders für die, die uns nützen.

Lass uns nie vergessen, dass du sie genauso geschaffen hast wie uns,

dass sie in das bunte Bild deiner Schöpfung genauso gehören wie wir.

 

Gott, wir bitten dich für unsere Erde. So wunderschön ist sie, so vielfältig und freundlich. Sie ernährt so viele Menschen.
Hilf uns, sie zu erhalten  - dass sie auch weiterhin Lebensgrundlage sein kann. Hilf uns, ihre Ausbeutung endlich zu bremsen.

Lass uns das Verzichten lernen.

Amen.

 

Vater unser

 

Lied: eg 347 (Ach bleib mit deiner Gnade)

1.Ach bleib mit deiner Gnade bei uns, Herr Jesu Christ,

dass uns hinfort nicht schade des bösen Feindes List.

2.Ach bleib mit deinem Worte bei uns, Erlöser wert,

dass uns sei hier und dorte dein Güt und Heil beschert.

 3.Ach bleib mit deinem Glanze bei uns, du wertes Licht;

dein Wahrheit uns umschanze, damit wir irren nicht.

 4.Ach bleib mit deinem Segen bei uns, du reicher Herr;

dein Gnad und alls Vermögen in uns reichlich vermehr.

 5.Ach bleib mit deinem Schutze bei uns, du starker Held,

dass uns der Feind nicht trutze noch fäll die böse Welt.

 6.Ach bleib mit deiner Treue bei uns, mein Herr und Gott;

Beständigkeit verleihe, hilf uns aus aller Not.

 

Segen

Der Herr, der Himmel und Erde gemacht hat,

aus dem alles ist, was lebt, Pflanzen, Tiere und Menschen

er sei mit uns, unser Leben zu schützen und zu segnen.

 

Der Herr, der Himmel und Erde gemacht hat,

sei mit allem, was er geschaffen hat,

damit es da sei, damit es schön sei, damit es sich gegenseitig erhält.

 

Der Herr, der Himmel und Erde gemacht hat,

stehe uns und allen Menschen bei, uns zu freuen an allem Geschaffenen,

und das Staunen nicht zu verlernen, beim Anblick seiner Wunderwerke.

 

Der Herr, der Himmel und Erde gemacht hat, helfe uns,

seiner Schöpfung mit Ehrfurcht zu begegnen,

statt sie zu missachten, statt sie auszubeuten, statt sie zu zerstören.

 

Der Herr, der Himmel und Erde gemacht hat,

unterstütze uns mit seiner Kraft, mit der Schöpfung so umzugehen,

dass sie auch kommenden Generationen noch

ein Garten ist, in dem sie mit Freude leben.

Amen.

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