Hausgottesdienst 30.05.2021

Hausgottesdienst Evangelischer Gemeindeverbund Simmern

Johannes 3,1-8  - Trinitatis 2021 - Pfarrerin Heike Perras

 

Die aktuellen Hausgottesdienste als PDF-Datei zum Ausdrucken, (und auch die Hausgottesdienste, Musik der vorherigen Wochenenden) finden Sie hier:

https://redstorage.ekir.de/d/4042646506104758bed3/

 

Lied: EG 165    Gott ist gegenwärtig

1.Gott ist gegenwärtig. Lasset uns anbeten und in Ehrfurcht vor ihn treten.

Gott ist in der Mitte. Alles in uns schweige und sich innigst vor ihm beuge.

Wer ihn kennt, wer ihn nennt, schlag die Augen nieder;

kommt, ergebt euch wieder.

5.Luft, die alles füllet, drin wir immer schweben, aller Dinge Grund und Leben, Meer ohn Grund und Ende, Wunder aller Wunder: ich senk mich in dich hinunter.

Ich in dir, du in mir, lass mich ganz verschwinden, dich nur sehn und finden.

6.Du durchdringest alles; lass dein schönstes Lichte,

Herr, berühren mein Gesichte.

Wie die zarten Blumen willig sich entfalten und der Sonne stille halten,

lass mich so still und froh deine Strahlen fassen und dich wirken lassen.

Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes! Amen! Unsere Hilfe steht im Namen des Herrn, der Himmel und Erde gemacht hat. Amen.  


Wochenspruch:
Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen! 2. Kor 13,13

 

Psalm 139  (Übertragung von Peter Spangenberg)

Ganz nah spüre ich dich, Gott, so als gingen wir beide Hand in Hand.

Ich spüre die Wärme, mit der deine Hand die meine umschließt,

ich merke die Kraft, die mir Sicherheit gibt.

Niemand kann mir den Boden unter den Füßen wegziehen.

Falle ich, falle ich in deine Hand,

Ganz nah spüre ich dich, Gott, so als gingen wir beide Hand in Hand.

Ganz nahe spüre ich dich, Gott, auch wenn es dunkel wird um mich.

Ist kein Mensch nahe, bietest du mir deine Hand.

Du zeigst mir den Weg, wenn ich nicht mehr weiterweiß,

mich nicht traue, weiterzugehen.

Ganz nah spüre ich dich, Gott, so als gingen wir beide Hand in Hand.

Du hältst deine Hand über mir wie ein schützendes Dach;

verfolgt mich die Angst, kann ich mich darunter verkriechen,

sind meine Kräfte erschöpft, bin ich geborgen.

Ganz nah spüre ich dich, Gott, so als gingen wir beide Hand in Hand.

Wunderbar sind deine Werke, das weiß ich wohl.

Aber was denkst du, Gott?

Ich kann deine Gedanken nicht verstehen oder zählen.

Du aber kennst alle meine Fragen, du liest meine Gedanken.

Ganz nah spüre ich dich, Gott, so als gingen wir beide Hand in Hand.

(aus: P. Spangenberg, Höre meine Stimme. Die 150 Psalmen der Bibel übertragen in die Sprache unserer Zeit, Hamburg 2013)


Kollektengebet:

Gott, du Lebendige, nach dir sehnen wir uns und nach dir strecken wir uns, denn du schenkst uns lebendiges Leben.

Du bist die, die uns erschaffen hat

Du bist Jesus, der als unser Bruder auf dieser Welt gelebt hat

Du bist die Heilige Geistkraft, die unsere Herzen berührt.

Lass dich spüren in diesem Gottesdienst!

Zeig uns dein Reich und deine Liebe! Amen.

 

Lesung: Die Dreieinigkeit Gottes, die erst mit Jesus und dem Heiligen Geist vollständig sichtbar wird, hat Menschen auch inspiriert, den dreifachen Segen Gottes aus der Hebräischen Bibel mit dem Trinitatistag zu verbinden. Daher lese ich heute aus dem 4. Buch Mose aus dem 6. Kapitel über den Ursprung des Aaronitischen Segens:  Und Gott redete mit Mose und sprach: 23 Sage Aaron und seinen Söhnen und sprich: So sollt ihr sagen zu den Israeliten, wenn ihr sie segnet: 24 Der HERR segne dich und behüte dich; 25 der HERR lasse sein Angesicht leuchten über dir und sei dir gnädig; 26 der HERR hebe sein Angesicht über dich und gebe dir Frieden. 27 So sollen sie meinen Namen auf die Israeliten legen, dass ich sie segne.

 

Glaubensbekenntnis

 

Lied: EG  365     Von Gott will ich nicht lassen

1.Von Gott will ich nicht lassen, denn er lässt nicht von mir,

führt mich durch alle Straßen, da ich sonst irrte sehr.

Er reicht mir seine Hand; den Abend und den Morgen

tut er mich wohl versorgen, wo ich auch sei im Land.

2.Wenn sich der Menschen Hulde und Wohltat all verkehrt,

so find’t sich Gott gar balde, sein Macht und Gnad bewährt.

Er hilft aus aller Not, errett’ von Sünd und Schanden,

von Ketten und von Banden, und wenn’s auch wär der Tod.

3.Auf ihn will ich vertrauen in meiner schweren Zeit;

es kann mich nicht gereuen, er wendet alles Leid.

Ihm sei es heimgestellt; mein Leib, mein Seel, mein Leben

sei Gott dem Herrn ergeben; er schaff’s, wie’s ihm gefällt!

 

Predigt:

Die Liebe Gottes und die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen!

 

Ein Kind wird geboren. Es ist jedes Mal wieder ein Wunder, wenn ein neuer Mensch das Licht der Welt erblickt. Eine Geburt ist aber nicht nur ein Wunder, sie ist meistens auch ein schweres Stück Arbeit und mit großem Schmerz verbunden. Die Frauen unter uns, die Kinder geboren haben, erinnern sich sicher, wie das damals war. Auch wenn es schon viele, viele Jahre her ist, dieses Erlebnis bleibt im Gedächtnis haften. Jede Geburt ist anders. Sie kann unendlich weh tun oder gut zu ertragen sein, drei Tage dauern oder dreißig Minuten, sie wird bewusst erlebt oder unter Betäubung, es geht alles glatt oder es gibt Komplikationen, - und wenn sie geschafft ist und wir dankbar sein können, dass Mutter und Kind dieses große Ereignis überlebt haben, fängt etwas ganz Neues an im Leben einer Frau und natürlich auch im Leben ihres Partners.

Geburt - das ist ein so grundlegendes menschliches Geschehen, dass der Begriff auch im übertragenen Sinne oft verwendet wird: „Das war aber eine schwere Geburt.“ – „Mit diesem Gedanken bist du aber lange schwanger gegangen!“ – „Dieses Projekt ist wie ein Baby, dass ich jetzt endlich auf die Welt gebracht habe.“

Mutter und Kind sind, wenn alles gut geht, ganz eng miteinander verbunden. Die meisten Mütter lieben ihre Kinder sehr und versuchen, ihnen im Leben die Wege zu ebnen, für sie da zu sein und ihnen eine gute Kindheit zu ermöglichen.

Väter natürlich auch. Manchmal fällt es ihnen aber erstmal ein bisschen schwerer, da sie körperlich nicht so eng mit dem Neugeborenen verbunden sind.

Auch die Beziehung zwischen Gott und uns Menschen wird in der Bibel mit dem Bild der Elternschaft beschrieben. Meistens hören wir, dass Gott unser Vater ist. Es gibt aber in der hebräischen Bibel auch viele Beispiele dafür, dass Gott mit weiblichen Zügen beschrieben wird. Eines der wichtigsten hebräischen Wörter - racham „sich erbarmen“ - ist abgeleitet von rächäm - „Mutterschoß“. Da liegt die Vorstellung nahe, dass Gott uns Menschen aus ihrem Mutterschoß heraus geboren hat.

Dass wir Gottes Kinder sind, dass Gott uns liebt und sich über uns erbarmt, ist uns vertraut seit dem Kindergottesdienst. Das scheint doch seit unserer leiblichen Geburt so zu sein?

Im heutigen Predigttext geht es aber nun um eine neue Geburt aus der göttlichen Geistkraft heraus. Wenn wir die Heilige Geistkraft als eine der drei Erscheinungsweisen Gottes begreifen können, dann bringt Gott selbst uns also ein zweites Mal zur Welt.

Ich lese den Predigttext aus dem Johannesevangelium.

 

1Es gab aber einen Pharisäer, der Nikodemus hieß und zur jüdischen Obrigkeit gehörte. 2Dieser kam nachts zu Jesus und sagte ihm: „Rabbi, wir wissen, dass du von Gott als Lehrer gekommen bist, denn niemand kann diese Wunderzeichen tun, die du tust, wenn nicht Gott mit ihm ist.“ 3Jesus antwortete und sagte ihm: „Amen, amen, ich sage dir: Alle, die nicht erneut geboren werden, können das Königreich Gottes nicht sehen.“ 4Nikodemus sagte zu ihm: „Wie kann ein Mensch geboren werden, der alt ist? Es ist doch nicht möglich, ein zweites Mal in den Bauch der eigenen Mutter hineinzugehen und geboren zu werden!“ 5Jesus antwortete: „Amen, amen, ich sage dir: Alle, die nicht aus Wasser und Geistkraft geboren werden, können nicht in das Königreich Gottes hineingehen. 6Was aus der Materie geboren ist, ist Materie; und was aus der Geistkraft geboren ist, ist Geistkraft. 7Wundere dich nicht, dass ich dir gesagt habe: ‚Ihr müsst erneut geboren werden.‘ 8Die Geistkraft weht, wo sie will, und du hörst ihre Stimme, aber du weißt nicht, woher sie kommt und wohin sie geht: So sind alle, die aus der Geistkraft geboren sind.“ (Joh 3,1-8 BigS 2011)

 

Wie neugeboren! Da ist plötzlich ein zweites Leben, da spricht Jesus von Menschen, die ein zweites Leben bekommen, die aus der Geistkraft geboren sind und die sich dadurch von anderen Menschen unterscheiden. Nur diese Menschen können in das Königreich Gottes hineingehen.

Ein zweites Leben. Es gibt viele Menschen, die nach einem einschneidenden Erlebnis von ihrem zweiten Leben sprechen. Eine lange Krankheit und dann doch die Heilung. Eine Operation, die ganz neue Lebensqualität schenkt. Eine unerwartete Lebenswende. Nach einer langen Zeit der Traurigkeit und der Einsamkeit doch noch den richtigen Partner oder eine gute Lebensgemeinschaft gefunden, auch das kann sich wie ein neues Leben anfühlen.

Oder eben auch eine Bekehrung. Eine Lebensentscheidung, die sich wirklich so anfühlt, dass nun ein neues Leben begonnen hat, ein Leben mit Gott. Manche Freikirchen gehen sogar davon aus, dass nur eine bewusste Bekehrung, die genau datiert werden kann, einen Menschen zum Christen macht.

Ich weiß nicht, wer von Ihnen so eine Bekehrung erlebt hat. Die meisten von Ihnen sind wahrscheinlich eher in den christlichen Glauben hineingewachsen. Auch bei mir war das ein langsames Wachsen. Dabei war meine christliche Erziehung nicht gerade intensiv. Aber irgendwie und irgendwo - vielleicht im Religionsunterricht, vielleicht in der kirchlichen Kindergruppe, in die die Nachbarstochter mich mitgenommen hat-  ist ein Funke in mich hineingelegt worden, ich habe etwas mitbekommen von Gott und von Gottes Liebe. Das hat mich immer mehr interessiert. Ich habe gesucht und gefragt und viel in der Bibel gelesen und wollte mehr erfahren über Gott. Dabei wusste ich lange nicht, ob ich denn nun Christin bin oder nicht, bis ich mir dann schließlich sicher war: Ja, ich bin Christin, auch wenn ich keine Bekehrung an einem bestimmten Datum erlebt habe. In der Auseinandersetzung mit freikirchlichen Freundinnen war das damals für mich sehr wichtig.

Ja, ich bin Christin. Das kann ich heute noch immer sagen, und ich nehme diesmal die Worte aus dem Johannesevangelium zu Hilfe: „Ja, ich bin Christin. Ich bin von neuem geboren. Ich bin von der Geistkraft geboren. Und ich kann in das Königreich Gottes hineingehen.“

 

Ja, ich bin Christin. Ich bin von neuem geboren. Ich bin von der Geistkraft geboren. Und ich kann in das Königreich Gottes hineingehen.

Ganz schön große Worte! Ich weiß nicht, ob Sie das auch so formulieren könnten. Wahrscheinlich haben Sie andere Worte für Ihr Christsein.

Ich würde es mit meinen eigenen Worten auch anders ausdrücken. Vielleicht so: Ich bin ganz eng mit Gott verbunden, so wie eine Mutter ganz eng mit ihrem Kind verbunden ist.

Auch mit der Heiligen Geistkraft bin ich eng verbunden. Da ist eine Kraft, die mir Mut und Kraft gibt für mein Leben, eine Kraft, die mir Mitgefühl und Liebe schenkt und den Impuls, für andere da zu sein. Da ist eine Kraft, die mir Ideen schenkt, um mein Leben und damit auch meine Arbeit gut zu bewältigen. Ich bin von neuem geboren. Doch diese Geburt lässt sich nicht genau auf einen Tag festlegen, es war nicht ein einzelner Moment, wie der 18. April 1968 um 7.26 Uhr in Berlin-Zehlendorf, als ich aus dem Mutterschoß meiner Mutter in diese Welt gekommen bin, sondern ich bin hineingewachsen in eine neue Dimension der Verbundenheit mit Gott. Diese Verbundenheit trägt mich heute so wie damals.

Ja, ich bin Christin. Ich bin von neuem geboren. Ich bin von der Geistkraft geboren. Und ich kann in das Königreich Gottes hineingehen.

In das Königreich Gottes hinein, was bedeutet das? Das Königreich Gottes, was ist das überhaupt?

Die Propheten der hebräischen Bibel erzählen von dem Friedensreich Gottes, in dem die verschiedenen Völker und auch die Menschen und die wilden Tiere in Frieden zusammen leben und sich alle nach Gottes Weisung richten. Und sie erzählen von dem Messias, der dieses Reich aufrichten werde. Jüdinnen und Juden warten bis heute auf den Messias. Christinnen und Christen erkennen den Messias in Jesus. Jesus hat wie die Propheten und gleichzeitig anders das Königreich Gottes beschrieben: Es ist schon da, wenn zwei oder drei Menschen in Jesu Namen zusammen sind. Es wächst von selbst und unbemerkt über Nacht. Es ist da, wo nicht das Geld das Wichtigste ist. Es regiert dort, wo Versöhnung geschieht. Viele Gleichnisse vom Reich Gottes hat Jesus erzählt. Deshalb ist es gar nicht so leicht, es in ein paar Sätzen zu beschreiben. Es hat so viele Facetten…

Ich kann in das Königreich Gottes hineingehen. Was heißt das für mich?

Es bedeutet für mich, dass ich Gottes Gegenwart spüre in der Gemeinschaft mit anderen Menschen, in der Versöhnung, im Dasein für andere, in der Lebendigkeit, wenn ich mich auf all das einlasse, was Gott mir schenkt. Auch in der Freude über eine Begegnung, über eine Beziehung, über die Schöpfung liegt für mich das Königreich Gottes.

Und ich kann da hineingehen, wenn ich das alles dankbar annehme und mich darüber freue. Genauso gehört auch dazu, dass ich selbst daran mitbaue, indem ich für andere Menschen da bin, indem ich auch mich selbst als Kind Gottes ernst nehme, indem ich mich nach Gott strecke und auf ihn oder sie zugehe.

Trinitatis, so heißt der Sonntag heute, Dreieinigkeit. Die Einheit, die Verbundenheit von Gott, von Jesus und von der Heiligen Geistkraft ist heute das Thema. Eng verbunden mit der Geistkraft, neu geboren, als Prinzessin im Königreich gehöre ich zu dieser Trinität, zu dieser Dreieinigkeit dazu. Eng verbunden mit Gott, dem Schöpfer, den ich Vater oder auch Mutter nennen darf, eng verbunden mit Jesus, meinem Bruder, der vom Reich Gottes erzählt hat und sein Leben für diese Verbundenheit gegeben hat, und eng verbunden mit der Heiligen Geistkraft, die mir jeden Tag neu Mut und Kraft schenkt, Ideen und Hoffnung, Trost und Durchhaltevermögen.

Ich hoffe, dass Sie diese Verbundenheit auch so spüren können und dass Sie auch das Reich Gottes erleben können. Dass Sie sagen können: Ja, ich bin von neuem geboren aus dem Wasser der Taufe und aus der Heiligen Geistkraft. Ich bin von neuem geboren zu einem Leben in der Verbundenheit mit Gott.  

Amen.

Und der Friede Gottes, welcher höher ist denn all unsere Vernunft, bewahre eure Herzen und Sinne in Christus Jesus.

Amen.

 

Lied: Wir strecken uns nach dir (EG 664)

1.Wir strecken uns nach dir, in dir wohnt die Lebendigkeit.

Wir trauen uns zu dir, in dir wohnt die Barmherzigkeit.

Du bist, wie du bist: Schön sind deine Namen.

Halleluja. Amen. Halleluja. Amen.

2.Wir öffnen uns vor dir, in dir wohnt die Wahrhaftigkeit.

Wir freuen uns an dir, in dir wohnt die Gerechtigkeit.

Du bist, wie du bist: Schön sind deine Namen.

Halleluja. Amen. Halleluja. Amen.

3.Wir halten uns bei dir, in dir wohnt die Beständigkeit.

Wir sehnen uns nach dir, in dir wohnt die Vollkommenheit.

Du bist, wie du bist: Schön sind deine Namen.

Halleluja. Amen. Halleluja. Amen.

 

Kollekte: Heute ist eine Wahlkollekte dran. Der Gemeindeverbund Simmern hat sich entschieden für Brot für die Welt: Kleinbauernfamilien in Bolivien in einer Region mit großer Wasserknappheit werden unterstützt durch Fortbildungen zu nachhaltiger Landwirtschaft, die Errichtung von Bewässerungssystemen sowie den Bau von Wassertanks.

Für diese und andere Wahlkollekten können Sie spenden unter

https://www.kd-onlinespende.de/organisation/ev-kirche-im-rheinland/display/frame.html

 

Fürbittengebet:

Du dreieiner Gott,

lehre uns, wie Gemeinschaft gelingt und sei mit deinem Segen in dieser Welt,

die zerrissen ist, zerstritten, geschändet, gequält von Hass und Gewalt.

Du dreieiner Gott,

lehre uns, wie wir einander verstehen und sei mit deinem Segen bei denen, die gegen Hass und Gewalt demonstrieren.

Du dreieiner Gott,

lehre uns, Versöhnung zu suchen und sei mit deinem Segen bei denen,

die sich der Gewalt verweigern und Brücken bauen.

Du dreieiner Gott,

lehre uns, barmherzig zu sein und sei mit deinem Segen

bei den Kranken und Sterbenden

und bei denen, die sie pflegen und beschützen.

Du dreieiner Gott,

lehre uns, füreinander dazu zu sein

und sei mit deinem Segen bei denen,

die mit ihrem Wissen und Können dem Leben dienen.

Du dreieiner Gott,

lehre uns zu glauben und sei mit deinem Segen in deiner weltweiten Kirche,

unserer Gemeinde, bei unseren Freunden und Familien.

Du dreieiner Gott,

du bist die Quelle, du bist das Leben, bei dir ist Frieden.

Dir vertrauen wir uns an – heute und alle Tage.

Amen.

 

Vater unser

 

Lied: Selig seid ihr (EG 666)

1.Selig seid ihr, wenn ihr einfach lebt.

Selig seid ihr, wenn ihr Lasten tragt.

2.Selig seid ihr, wenn ihr lieben lernt.

Selig seid ihr, wenn ihr Güte wagt.

3.Selig seid ihr, wenn ihr Leiden merkt.

Selig seid ihr, wenn ihr ehrlich bleibt.

4.Selig seid ihr, wenn ihr Frieden macht.

Selig seid ihr, wenn ihr Unrecht spürt.

 

Segen
Gott segne dich und behüte dich. Gott lasse sein Angesicht leuchten über dir und sei dir gnädig. Gott erhebe sein Angesicht auf dich und schenke dir seinen Frieden. Amen.

 

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